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Statistics for Austria fire services 2025
24 Mar 2026

Feuerwehren in Österreich 2025: Weniger Einsätze, mehr Mitglieder

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Österreichs Feuerwehren rückten 2025 zu deutlich weniger Einsätzen aus, da schwere und großflächige Extremwetterereignisse - wie im Vorjahr - weitgehend ausgeblieben sind. Die Mitgliederzahlen sind erneut gestiegen.

Im direkten Vergleich zwischen 2025 und dem besonders einsatzintensiven Jahr 2024 ist ein starker Rückgang der Einsätze zu erkennen:

In Summe verzeichneten die österreichischen Feuerwehren im vergangenen Jahr 254.598 Einsätze. Davon waren 164.518 technische Einsätze (Verkehrsunfälle, Unwetter, Überschwemmungen, Gefahrguteinsätze, etc.) und 64.991 Brandeinsätze. Weitere 25.089 Einsätze wurden als sonstige Einsätze klassifiziert. Insgesamt bedeutet dies 84.918 Einsätze weniger als im Vorjahr.

Vor allem die technischen Einsätze - aufgrund des Ausbleibens besonders schwerer und großflächiger Naturereignisse - gingen mit 82.481 deutlich zurück. Die Brandeinsätze blieben nahezu unverändert (-242).

Branddirektor Robert Mayer kommentierte die Zahlen:


"Im Jahr 2025 hat sich die Zahl der Einsätze wieder normalisiert. Nach den Unwettern im Jahr 2024 erlebten die österreichischen Feuerwehren im Jahr 2025 ein ausgeglichenes Jahr. Weniger Einsätze bedeuten nicht zwangsläufig ein ruhigeres Jahr: Die Zahl der geretteten Menschen und Tiere spricht für sich, und die Komplexität und Intensität der Einsätze spiegelt sich meist nicht in der Statistik wider. Auch der notwendige Aufwand für die Einsatzvorbereitung wird in den Statistiken nicht erfasst, obwohl er den größten Teil der Arbeit ausmacht."

Mehr als 10.500 Menschen und fast 7.000 Tiere gerettet

Besonders auffällig ist die Zahl der geretteten Menschen und Tiere: Im Jahr 2025 retteten die österreichischen Feuerwehren 10.775 Menschen und 6.557 Tiere (ohne Daten aus Wien und Vorarlberg).

Anhaltend starkes Interesse am Freiwilligendienst

Im Jahr 2025 verzeichneten die österreichischen Feuerwehren erneut einen leichten Anstieg der Mitgliederzahlen. Vor allem junge Menschen werden über die Jugendfeuerwehren erfolgreich für den freiwilligen Dienst geworben.

Laut aktueller Statistik gibt es derzeit 357.187 Feuerwehrmitglieder in Österreich (+1.808 im Vergleich zu 2024). Die Zahl der aktiven Mitglieder ist mit 257.081 leicht gesunken (-993 gegenüber 2024), während die Zahl der jugendlichen Mitglieder gestiegen ist: Mit einem Anstieg um 993 auf insgesamt 38.713 Mädchen und Burschen ist das Interesse der 8- bis 16-Jährigen ungebrochen.

Die Zahl der Reservisten stieg 2025 um 1 808 Mitglieder auf 61 393. Rund ein Drittel dieses Zuwachses ist darauf zurückzuführen, dass Vorarlberg im vergangenen Jahr die Reservisten erstmals in die Statistik aufgenommen hat. Nach wie vor leisten rund 99% der Feuerwehrmitglieder in Österreich ihren Dienst auf freiwilliger, unentgeltlicher Basis.

Auch der Frauenanteil bei den österreichischen Feuerwehren ist erneut gestiegen: Mit 2.280 zusätzlichen Mädchen und Frauen liegt er nun bei 38.283, was einem Anteil von rund 11% entspricht. Der positive Trend der letzten Jahre setzt sich fort, auch wenn es noch Luft nach oben gibt. Seit 2008 ist die Zahl der weiblichen Feuerwehrmitglieder um 206% gestiegen.

Die Gesamtzahl der Feuerwehren in Österreich beläuft sich derzeit auf 4.752 (4.438 Freiwillige Feuerwehren, davon zwei an Universitäten, 308 Betriebsfeuerwehren und sechs Berufsfeuerwehren).

Robert Mayer kommentierte die Mitgliederentwicklung:


"Der erfreuliche Zuwachs bei den Jugendfeuerwehren setzt sich dank des starken und hervorragenden Engagements aller Jugendleiter fort. Auch der positive Trend bei den Frauen hält an und stärkt den aktiven Dienst in den Feuerwehren deutlich. Eine weitgehend stabile Mitgliederbasis ist von großer Bedeutung und wir müssen uns auch in den nächsten Jahren intensiv mit diesem Thema beschäftigen. Ich bedanke mich bei allen Mitgliedern der österreichischen Feuerwehren für ihr großes und beeindruckendes Engagement und ihren persönlichen Einsatz."

Für eventuelle Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen,


Andreas Rieger

Leiter der Stabsstelle Kommunikation, Österreichischer Bundesfeuerwehrverband
Leiter der Abteilung 1.3 - Öffentlichkeitsarbeit und Bewusstseinsbildung
Leiter des Kompetenzzentrums für Kommunikation
Geschäftsführer, ÖBFV Medien GmbH

Bildnachweis:

Die Grafik im Titelbild wurde von den österreichischen Feuerwehren zur Verfügung gestellt. Die Illustration unten wurde von Cha1t GPT nach einer Eingabeaufforderung von Bjorn Ulfson erstellt.